Drucken

 

Drucken

ISPM 15 steht für Internationaler Standard für Pflanzengesundheitliche Maßnahmen für Holzverpackungen im internationalen Warenverkehr.

 

Im Jahre 2002 hat sich die IPPC (International Plant Protection Convention), eine Unterorganisation der FAO (Food and Agricultural Organization der UN) auf pflanzengesundheitliche Maßnahmen für Holzverpackungen zum Schutz heimischer Wälder vor Schädlingen und zur Harmonisierung der nationalen Einfuhrvorschriften verständigt. Seit 2009 gibt es eine überarbeitete Version des ISPM 15.

 

 

Umsetzung

 

Der ISPM 15 wird erst gültig mit der rechtsverbindlichen Umsetzung in den einzelnen Ländern. In Deutschland ist dies über die Pflanzenbeschauverordnung geschehen.

 

 

Anwendung

 

Der Standard gilt nur für Vollholz (Nadel- oder Laubholz) mit mindestens 6 mm Dicke, das für Verpackungen oder Stauholz verwendet wird. Er gilt nicht für Holzwerkstoffe.

 

 

Anforderungen

 

Der ISPM 15 fordert:

 

 

Alle Maßnahmen sind zeitlich nicht befristet. Es ist weder ein Pflanzengesundheitszeugnis noch eine Erklärung für Packmittel aus Holzwerkstoffen (so genannte Nichtholzerklärung) erforderlich.

 

 

Anerkannte Behandlungsmaßnahmen

 

Hitzebehandlung (HT)

Es müssen 56 °C über einen Zeitraum von 30 Minuten im Kern des Holzes erreicht werden.<7p>

 

Technische Trocknung: Diese kann ebenfalls durchgeführt werden, sofern die Werte der Hitzebehandlung erreicht werden. Der Vorteil der technischen Trocknung liegt darin, dass Schimmelbefall vermieden wird.

 

Begasung mit Methylbromid (MB)

 

Dies ist die einzige Begasungsmaßnahme, die der ISPM 15 zulässt. In der EU ist die Verwendung von Methylbromid seit dem 18.03.2010 nicht mehr zulässig. Der Einsatz von Holzverpackungen, die zuvor mit Methylbromid behandelt wurden, oder aus Drittländern stammen und mit Methylbromid behandelt sind, ist weiterhin zulässig.

 

 

Weitere Maßnahmen

Derzeit sind keine weiteren Behandlungsmaßnahmen zugelassen.

Rinde

Verpackungen müssen aus entrindetem Holz hergestellt sein. Zulässig sind jedoch Rindenanhaftungen, die

 

 

Kennzeichnung

 

Die Kennzeichnung gemäß ISPM 15 muss grundsätzlich dem nachfolgenden Layout (inkl. Rahmen und Trennlinie) entsprechen. Sie kann ein- oder mehrzeilig erfolgen.

 

 

0000 = Registriernummer inkl. Region/Bundesland

HT = Heat Treatment (Hitzebehandlung)

 

Die Kennzeichnung muss lesbar, dauerhaft und sichtbar vorzugsweise auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Verpackung angebracht sein. Sie darf nicht per Hand gemalt sein. Die Farben rot oder orange sind zu vermeiden.

 

Das Kennzeichen verwenden dürfen nur Betriebe, die beim zuständigen Pflanzenschutzdienst registriert sind. Der Pflanzenschutzdienst vergibt die Registriernummer auf Antrag und nach Überprüfung des Betriebes. Die registrierten Betriebe werden mindestens einmal pro Jahr auf Einhaltung der Anforderungen gemäß ISPM 15 überprüft.